Streik in Reconvilier

Der Streik bei Swissmetal in Reconvilier im vergangenen Jahr war der intensivste Arbeitskampf in der Schweiz seit geraumer Zeit. Er hatte starke mediale Präsenz, beschäftigte gar den Bundesrat und in der Arena im Schweizer Fernsehen war er Thema eines ganzen Abends. Ich versuche in meinem Kurzvortrag den Arbeitskonflikt bei der Boillat, so der Name des Swissmetal Werkes in Reconvilier, möglichst exemplarisch zu betrachten und vermeide es mich in spezifischen Details zu verlieren. Die Arena-Sendung lief damals unter dem Titel „Büezer gegen Bonzen; der neue Klassenkampf?“. Dass wir in einer Klassengesellschaft leben und für welche Seite wir dabei Partei ergreifen, ist heute nicht Diskussionsthema, sondern Diskussionsvoraussetzung.

Swissmetal

Die Swissmetal gehört zu der Schweizerischen MEM – Industrie. Die Abkürzung MEM steht für Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie. Die Swissmetal ist nach eigenen Angaben weltweiter Technologieführer für hochwertige Spezialprodukte aus Kupfer und Kupferlegierungen. Ihre Produkte finden heute hauptsächlich in der Elektronik-, Telekommunikations-, Luftfahrt-, Automobil-, Schreibwaren- und Uhrenindustrie ihre Anwendung. Die Swissmetal produziert an drei Standorten. Zwei davon befinden sich in der Schweiz: in Revonvillier im Kanton Jura und im Solothurnischen Dornach. Zudem produziert die Swissmetal im Deutschen Lüdenscheid. Der jährliche Umsatz der Swissmetal AG bewegte sich in den Jahren 2000 bis heute zwischen 200 bis 300 Millionen.

Entwicklungen & Tendenzen der MEM-Industrie

Ich gehe bei meiner Betrachtung des Streiks in der Boillat von der Annahme aus, dass die Macht im Kapitalismus abstrakt ist. Was heissen soll, dass nicht einzelne Menschen die Entwicklungen der Wirtschaft und Gesellschaft bestimmen, sondern objektive Zwänge, denen das Wertgesetz zu Grunde liegt. Das konkrete Individuum, ob Kapitalist oder Lohnarbeiter, ist diesen Sachzwängen unterworfen. Um den Arbeitskampf bei Swissmetal unter diesem Gesichtspunkt zu verstehen, möchte ich zuerst allgemeine Entwicklungen und Tendenzen der Schweizer Metall-, Elektro- und Maschinenindustrie erläutern. Die Entwicklungen und Tendenzen in der MEM – Branche sind für die Swissmetal relevant. Einerseits ist die Swissmetal selbst Teil der MEM und andererseits setzt sie einen Grossteil ihrer Produkte in dieser Industriebranche ab.

Arbeiteten in den 60er Jahren noch rund 50% der Menschen im Industrie- und Gewerbesektor, so sind es heute gerade mal noch 25%. Diese Entwicklung der Deindustriealisierung trifft auch auf den Kanton Jura zu, wo die Uhrenindustrie in den letzten Jahrzehnten an Gewicht verlor. Heute produziert jeder Vierte Schweizer MEM – Betrieb im Ausland. Jeder Zweite MEM-Betrieb hat bereits eine Niederlassung in einem anderen Land. Meist handelt es sich hierbei um Vertrieb und Service.

Die Schweiz macht in der MEM -Industrie gerade mal noch 15% des Absatzes aus. Laut einer Umfrage von MEM -Betrieben ist eine klare Tendenz ersichtlich, dass der Absatz in der Schweiz noch weiter sinken wird und vor allem in China und den ehemaligen Ostblockstaaten mit steigendem Absatz gerechnet wird. Dies erklärt auch, warum in einem ersten Schritt meist Vertrieb und Service ins Ausland verlagert werden. Die Gründe dafür sind nicht etwa billigere Lohnkosten, sondern Marktnähe. Deshalb wollen rund die Hälfte aller MEM -Unternehmen in den nächsten 5 Jahren weiter Vertrieb, Service und auch die Produktion ins Ausland verlagern.

Die Lohnkosten sind vor allem was die Verlagerung der Produktion anbelangt von zentraler Bedeutung. Die meisten MEM – Betriebe welche die Produktion ins Ausland verlagerten, haben die Produktion in der Schweiz nicht eingestellt, sondern allgemein das Produktionsvolumen gesteigert. Ausgelagert werden fast immer einfache unqualifizierte Arbeiten. In der MEM -Industrie zeigt sich sehr klar, dass durch den Prozess der Produktionsverlagerung zwar Arbeitsplätze in der Schweiz vernichtet werden, dessen Ausmass aber ziemlich gering ist. Man kann sich fragen, ob der Prozess der Deindustrialisierung dem Ende zugeht. Fast alle MEM -Betriebe rechnen damit, dass sich die Lohnkosten von qualifizierter Arbeit in anderen Wachstumsmärkten wie z.B. China den Schweizer Lohnkosten anpassen werden. Die Diskrepanz besteht bei den Kosten für unqualifizierte Arbeit.

Damit die Hauptaussagen allen klar sind, will ich nochmals zusammenfassen:

- Es hat in den letzten 40 Jahren einen starken Deindustrialisierungsprozess stattgefunden, was zu neuen Wachstumsmärkten im Ausland führte, in der Schweiz eine Verlagerung vom Industrie- und Gewerbesektor in den Dienstleistungssektor zur Folge hatte.

- Die Schweizer MEM -Betriebe verkaufen immer mehr im Ausland und bauen daher ihren Vertrieb und Service im Ausland aus oder neu auf.

- Unqualifizierte Arbeiten sind im Ausland billiger, was zu Auslagerungen einfacher industrieller Arbeitsplätze führt. Zudem werden die Löhne von unqualifizierter Arbeit in der Schweiz tendenziell sinken.

Es gibt in der Schweiz mehr qualifizierte Arbeitskräfte als der Markt benötigt.

Entwicklung Swissmetal

Bis ins Jahr 1986 waren die Werke in Dornach und in Reconvillier selbstständige Betriebe. Die Boillat produzierte bis in die 70er Jahre vor allem für die Uhrenindustrie. Ab den 70ern nahm die Elektronik (z.B. die Telekommunikation) als Absatzmarkt stark zu. Bei beiden Werken stieg der Exportanteil nach dem 2. Weltkrieg ständig. In den 50ern wuchsen die Verkäufe nach Europa, in den 70ern die Verkäufe in die USA und in den 90ern jene nach Asien. Die Entwicklungen der MEM -Industrie widerspiegeln sich also auch in der Entwicklung der Swissmetal.

Die Überlappung der Produkte führte 1989 zum Zusammenschluss der Werke in Reconvillier, Dornach und der Selve in Thun durch die Gründung der Swissmetal Holding AG. Hauptaktionäre waren damals wie heute verschiedene Banken und Holding Unternehmen. Das Selve Werk in Thun schloss aufgrund mangelnder Effizienz im Jahre 1991. Ein Jahr zuvor wurde der Dritte Produktionsstandort der Swissmetal in Lüdenscheid Deutschland aufgekauft. Heute produziert die Swissmetall an den drei Standorten Reconvilier, Dornach und Lüdenscheid. Bis zum Streik bei der Boillat beschäftigte die Swissmetal rund 750 LohnarbeiterInnen, davon 320 in Reconvilier.

Perspektiven der Swissmetal

Heute verkauft die Swissmetal nur noch 37% ihrer Produkte in der Schweiz. Wie in der ganzen MEM – Industrie rechnete man auch bei der Swissmetal mit weiteren Absatzeinbussen im Inland und einem starken Wachstum in Asien. Zentrale Absatzbranchen der Swissmetal wie die Elektronik- oder Luftfahrtsindustrie produzieren fast ausschliesslich im Ausland. Die Swissmetal hatte also nur eine längerfristige Überlebenschance, wenn sie sich diesen äusseren Marktentwicklungen anpasst. Im Jahr 2005 publizierte der Verwaltungsrat der Swissmetal auf Grund der beschriebenen Entwicklungen ein Strategiepapier. Dieses umfasste drei Pfeiler: Zum einen sollte die Swissmetal mit Vertrieb und mindestens einer Produktionsstätte in Asien präsent sein. Zweitens sollten in Europa weitere vier bis fünf Standorte dazu gewonnen werden und drittens kündigte die Swissmetal – Leitung eine Restrukturierung der Produktionsprozesse in der Schweiz an. Diese Restrukturierungsmassnahmen sahen aus Effektivitätsgründen eine Verlagerung der Giesserei von Reconvilier nach Dornach vor. Zudem sollten bis im Jahr 2010 rund 80 Arbeitsplätze in Reconvilier abgebaut werden.

Der Streik

Das im Herbst 05 publizierte Positionspapier der Swissmetal – Leitung war der eigentliche Auslöser des Streiks und der Fabrikbesetzung im vergangenen Jahr. Vor allem die Restrukturierungspläne, welche die Verlagerung der Giesserei von Reconvilier nach Dornach und den Abbau von rund 80 Stellen vorsahen, stiessen bei der Belegschaft der Boillat auf Unmut. Der Kern des Arbeitskampfes in Reconvilier war ein regionalpolitischer. Seit jeher sind in der Boillat Autonomiebestrebungen vorhanden. Man hat sich in der Boillat nie mit der Swissmetal angefreundet, auch nicht mit der Belegschaft in Dornach. Erinnern wir uns an den ersten Streik im Jahre 04. Der Werkdirektor in Reconvilier weigerte sich eine einheitliche Software einzuführen, worauf er entlassen wurde. Darauf trat die Belegschaft in einen wilden Streik.

Auch im vergangenen Jahr entschied sich die Belegschaft unabhängig von der Gewerkschaft Unia die Arbeit niederzulegen. Erst danach schaltete sich die Unia ein. Während des über 30-tägigen Streiks wurde die Fabrik besetzt und das darin lagernde Material zurückgehalten. Niemals hätte die Belegschaft den Streik und die Fabrikbesetzung so lange aufrechterhalten können, wenn sie nicht von der ganzen Region unterstützt worden wären. Lebensmittellieferungen, Solidaritätsfonds von Kleinbetrieben, Befehlsmissachtungen der lokalen Polizei usw. waren Teil der breiten Solidarität in der Region, welche einen lokalpatriotischen Ursprung hat. Kleinunternehmer solidarisierten sich mit den Streikenden nicht weil sie besonders gute Menschen sind, sondern da sie vom Standort Reconvilier profitierten. Bürgerliche Politiker solidarisierten sich mit den ArbeiterInnen nicht etwa, weil sie Marx gelesen haben, sondern aus politischer Profilierung.

Die Gewerkschaftsfrage

Der ganze Arbeitskampf war begleitet von viel Spekulation. Allem voran stand die Angst, Swissmetal wolle den Standort Reconvilier ganz zerstören. Verschiedenen Kräfte, allen voran die Gewerkschaft Unia, interpretierten das Strategiepapier als Versuch, die Boillat zugunsten des spekulativen Finanzkapitals zu zerstören. Obwohl diese Befürchtung nie einen rationalen Kern hatte, hielten Unia und andere Kräfte an dieser These fest. In etlichen Flugpapieren ist die Rede vom gierigen Finanzkapital, von dem Heuschrecken Manager Hellweg, welcher die Boillat zugunsten der kurzfristigen Profitinteressen des Finanzkapitals zerstören wolle. Auch linke Gruppierungen übernahmen diese Behauptungen kritiklos. So war in einem Flugblatt einer libertär-sozialistischen Gruppierung zu lesen:

„Die branchenfremde Reissbrettstrategie von Swissmetal wird sich nicht schmerzlos umsetzen lassen“. Und etwas weiter im selben Flugblatt: „Aber das ist etwas, das Hellweg, Sauerländer und die Börsenspekulanten, die den Kauf der deutschen Giesserei usw. […]“ Heute spricht niemand mehr von der Zerstörung der Boillat. Die Unia schreibt in ihren neueren Mitteilungen gar:

„Der Belegschaft werde empfohlen (von der Unia), auf weitere Kampfmassnahmen zu verzichten und sich auf die Swissmetal – Strategie einer einzigen Giesserei für den ganzen Konzern einzulassen“.

Der Kern des letzt jährigen Streiks bei der Boillat war die geplante Verlagerung der Giesserei und die daraus resultierenden Befürchtungen, welche vor Allem von der Unia geschürt wurden, dass die Boillat noch ganz zerstört werde. Ein Jahr später fordert dieselbe Institution die LohnarbeiterInnen der Boillat auf, die geplante Verlagerung der Giesserei zu akzeptieren. Swissmetal Verwaltungsrats – Präsident Sauerländer warf der Unia gezielte Verschleierung der Tatsachen zugunsten eigener Interessen vor. Dieser Vorwurf, auch wenn er von einem Vertreter des Kapitals kommt, scheint offensichtlich nicht ganz aus der Luft gegriffen.

Während des ganzen Arbeitskampfes spielte die Unia eine sehr opportunistische Rolle. Der Entscheid, nach 4-wöchigem Streik und Fabrikbesetzung, die Arbeit wieder aufzunehmen, wurde von den Unia Strategen beschlossen und in einer kurz angelegten Betriebsversammlung durchgepeitscht. Brisant daran ist die Tatsache, dass an der erwähnten Betriebsversammlung rund 120 ArbeiterInnen nicht teilnahmen, da diese sich nach der Spätschicht der permanent besetzten Fabrik im Bett befanden. Was sich auf das Abstimmungsresultat über die Wiederaufnahme der Arbeit noch stärker auswirkte, war die subtile Drohung der Unia, den Streik bei einer Weiterführung nicht mehr zu unterstützen. Dass die Gewerkschaft Unia in Reconvilier keineswegs die Interessen der LohnarbeiterInnen vertrat, wird noch durch eine andere Tatsache verdeutlicht: vor dem Streik waren rund 80% der LohnarbeiterInnen Mitglied der Unia, heute sind es noch 50%.

Die Belegschaft

Der Konflikt rund um die Boillat war begleitet von sehr speziellen Bedingungen. Dazu zählt der starke Regionalpatriotismus, welcher z.B. verantwortlich dafür ist, dass erst sehr spät das Gespräch mit der Belegschaft in Dornach gesucht wurde. Dazu zählt auch die Tatsache, dass im ersten Streik im Jahre 04 die Belegschaft für den Erhalt eines eigenen jurassischen Direktors kämpfte und der zweite Streik im vergangenen Jahr vom Werkeigenen Management ausgelöst wurde.

Trotz alledem war die Situation die, dass LohnarbeiterInnen für mehr Mitspracherecht und gegen Entlassungen kämpften. Ob die Befürchtungen einer Verscherbelung der Boillat gerechtfertigt waren oder nicht, spielt was die Belegschaft anbelangt auch keine Rolle. Diese Kritik ist an die Unia und andere selbsternannte InteressensvertreterInnen der Lohnarbeiterklasse gerichtet. Wenn während des Arbeitskampfes in den besetzten Fabriken über die Macht des Finanzkapitals, über den bösen Hellweg, statt über die Macht des Kapitals und den Scheiss Kapitalismus gesprochen wurde, dann hat dies mit der Verschleierung der Tatsachen eben dieser Interessenvertretungen zu tun.

Wie länger der Streik dauerte, desto grundsätzlicher wurden die aufgeworfenen Fragen. Nach dem Beschluss, die Arbeit wieder aufzunehmen, protestierte ein Teil der Belegschaft unabhängig von der Gewerkschaft in Zürich vor dem Gebäude eines Hauptaktionärs der Swissmetal. Bei einem Teil der Belegschaft zeigte sich in Gesprächen, dass sich die ernüchternde Erkenntnis durchgesetzt hat, dass nicht der „böse“ Hellweg für all das verantwortlich sei, sondern die Gesetzmässigkeiten des Systems. Ein resignierter Arbeiter meinte mir gegenüber, er sei frustriert, solange sich andere ArbeiterInnen nicht mit ihrem Kampf solidarisieren (z.B. die Belegschaft in Dornach), sei ihr Kampf hoffnungslos.

Resumée

Der Arbeitskampf in Reconvilier konnte nur scheitern. Denn es handelte sich um nichts anderes als um den Hauptwiderspruch der kapitalistischen Warenproduktion. Auf der einen Seite der Sachzwang des Kapitals, auf der anderen Seite das Interesse der LohnarbeiterInnen. So banal es tönen mag, die einzige Lösung wäre die Überwindung des Kapitalismus gewesen, für welche die objektiven Verhältnisse natürlich nicht vorhanden waren. Doch wie soll man als Revolutionär mit dieser Situation umgehen.

Ich habe bereits gezeigt, dass die Gewerkschaft als integrative Kraft im Kapitalismus nur versagen kann, wenn die Forderungen der LohnarbeiterInnen über das im Kapitalismus machbare hinausschiessen. Die Gewerkschaft kann nicht nur bloss nur versagen, sie stellt sich, wie im Falle Reconvilier, gegen die Interessen der LohnarbeiterInnen oder besser gesagt die Interessen der Institution Gewerkschaft laufen deren der LohnarbeiterInnen entgegen.

Verschiedene Linksradikale unterstützten den Kampf der Boillat Belegschaft, indem sie selbst Schichten übernahmen und somit die Fabrikbesetzung aufrechterhielten. Wieder andere bauten zusammen mit Teilen der Belegschaft ein Sozialzentrum auf, eine Plattform, wo diskutiert und informiert wurde. In der Uzine 3, so der Name des Sozialzentrums, wurde durch ständige Informationskampagnen auch versucht, eine breitere Öffentlichkeit zu erreichen und den Streik in der Boillat mit anderen Arbeitskämpfen zu verbinden.

Persönlich bin ich davon überzeugt, dass es revolutionäre ArbeiterInnenorganisationen braucht. Deren Funktion sollte es sein Kämpfe zu unterstützen, zu versuchen den gemeinsamen Charakter der verschiedenen Bruchstellen in der Gesellschaft und eine kommunistische, bzw. revolutionäre Perspektive aufzeigen. In der momentanen objektiven Situation kann ein Arbeitskampf wie derjenige in Reconvilier nicht gewinnen, er kann aber auch nicht verlieren. Denn die Entlassungen und die Verlegung der Giesserei wären im Falle der Boillat so oder so vonstatten gegangen. Gewonnen werden können jedoch Erfahrungswerte. Gewonnen werden kann das Selbstvertrauen, das Gefühl gekämpft zu haben, gemeinsam gekämpft zu haben und gewonnen wurde so zu guter letzt die Erkenntnis einer gemeinsamen Lage, welche ethnische Herkunft und allerlei sozikulturelle Konstrukte hinter das gemeinsame Interesse des wirklichen Lebens stellt.