Archiv für Juli 2007

Veranstaltungsreferate

Was lange währt…
Die Beiträge „StudentInnenproteste“ und „Streik in Reconvilier“ enthalten zwei der drei Referate, welche an der Veranstaltungsreihe „den kapitalistischen Alltag durchbrechen“ gehalten wurden. Die Referate stellen die Diskussionsgrundlage für die Veranstaltungen dar und entsprechend der Meinung der jeweiligen Autoren.

Streik in Reconvilier

Der Streik bei Swissmetal in Reconvilier im vergangenen Jahr war der intensivste Arbeitskampf in der Schweiz seit geraumer Zeit. Er hatte starke mediale Präsenz, beschäftigte gar den Bundesrat und in der Arena im Schweizer Fernsehen war er Thema eines ganzen Abends. Ich versuche in meinem Kurzvortrag den Arbeitskonflikt bei der Boillat, so der Name des Swissmetal Werkes in Reconvilier, möglichst exemplarisch zu betrachten und vermeide es mich in spezifischen Details zu verlieren. Die Arena-Sendung lief damals unter dem Titel „Büezer gegen Bonzen; der neue Klassenkampf?“. Dass wir in einer Klassengesellschaft leben und für welche Seite wir dabei Partei ergreifen, ist heute nicht Diskussionsthema, sondern Diskussionsvoraussetzung.
(mehr…)

StudentInnenproteste

Ein Hauch von Marx wehe über den Vorplatz der Geisteswissenschaftlichen Fakultät schrieben einige Zeitungen im November 2005. Fast 2000 StudentInnen waren zur Demo gekommen die von VSSTÖ, Gras und trotzkistischen Gruppen organisiert wurde, doch was hatte die Leute auf die Straße bewegt? Grund für den Unmut der StudentInnen war der Umstand das einige Höhrsääle im so genannten Geiwi- Turm wegen Baufälligkeiten geschlossen werden sollten, dies hätte bedeutet, dass es zu einem Umzug einiger Kurse oder sogar Studienrichtungen gekommen wäre. Gruppen wie der VSSTÖ damals noch mit stalinistischer Führung und trotzkistische Zusammenhänge sahen in diesen Unmutsbekundungen einen Anknüpfungspunkt für ihre Vorstellungen von Klassenkampf oder what ever und stellten sich daher auch sofort an die Spitze der studentischen Unmutsbewegung.
(mehr…)